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DB0OBK Relais
DB0OBK ist das 2-m-Relais für die Region Osnabrück. Es wurde am 29.09.2007 erstmals in Betrieb genommen und ist seit Rosenmontag 2008 mit seiner aktuellen Antenne in der Luft.
Seit dem 02.08.2011 ist es nun mit völlig neuer Technik "on air". Durch seinen neuen RX ist das Relais noch einmal deutlich empfindlicher geworden. Zudem ist das Relais nun komplett fernsteuerbar und außerdem für die Verlinkung mit weiteren Umsetzern über das HAMNET vorbereitet.
Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über das Relais und seine neue Technik.
Technische Daten
| Standort: | |
|---|---|
| Rufzeichen: | DB0OBK |
| Standort: | Osnabrück-Schinkel |
| Koordinaten: | 52.17.70N / 008.06.26E |
| Locator: | JO42BH |
| Antennenhöhe: | ca. 215 m über nn. |
| Betreiber: | VFDB e.V. Ortsverband Z36 Osnabrück |
| SysOp: | Rolf Krüger, DL2MB (verantwortlich) |
| Betriebsparameter: | |
| Ausgabefrequenz: | 145,7125 MHz |
| Eingabefrequenz: | 145,1125 MHz |
| Betriebsart: | F3E (FM-Schmalband), 12,5 KHz-Raster |
| Equipment: | |
| Empfänger: | Motorola GM 900 |
| Sender: | Motorola GM 900 |
| Antenne: | 5/8-Groundplane 0dB |
| Relais-Steuerung: | Software SvxLink von SM0SVX, modifiziert und erweitert von DO6NP, unter Debian GNU/Linux |
| Computer: | 12V-MiniITX 1 GB RAM, 4 GB Festspeicher, 2xSound, USV |
| Netzwerk: | Anbindung an das HAMNET |
| Relais-Parameter: | |
| Öffnung: | Auftastung mit
|
| Haltezeit: | ca. 20 Sek. nach Empfang des letzten Signals. Anschließend kann Relais für weitere 10 Sek. durch Signal auf der Eingabe wieder aufgetastet werden. |
| Signalisierung: | Rogerbeep (523,251 Hz) nach jeder Aussendung Zusätzlicher Rogerbeep bei HansaLink Sprach- und CW-Kennung (120 CpM, 659,255 Hz) bei Relais-Auftastung CW-Kennung (120 CpM, 659,255 Hz) alle 10 Min. bei geöffnetem Relais Warnton (Buchstabe "K" in CW) 2 Sek. vor Relais-Abfall Kennung + Uhrzeitansage zur vollen Stunde ggf. Ansage wichtiger Meldungen zur vollen und / oder halben Stunde |
| DTMF-Steuerung: | nur für SysOps |
Beschreibung
DB0OBK wurde im Jahr 2007 erstmals in Betrieb genommen. Grund war der Wunsch vieler Funkamateure im Raum Osnabrück, wieder ein 2-m-Relais vor Ort zu haben. Mit dem jetzigen Standort konnte die höchste Erhebung auf Osnabrücker Stadtgebiet als Standort gewonnen werden. Relais-Betreiber ist der VFDB-Ortsverband Z36 Osnaabrück, der durch die Interessengemeinschaft Amateurfunk Osnabrück unterstützt wird.
Am 02.08.2011 wurde die zweite Generation des Relais in Betrieb genommen. Das Relais ist nun mit modernerer Hardware ausgestattet, was sich u.a. in einer gestiegenen Empfängerempfindlichkeit zeigt. Darüber hinaus bietet das Relais zahlreiche neue Möglichkeiten. So ist es für die Vernetzung mit weiteren Umsetzern über das HAMNET vorbereitet. Darüber hinaus ist eine komplette Fernsteuerung möglich.
Anstelle einer herkömmlichen Relais-Steuerung auf Controller-Basis kommt eine Steuerung auf einem Mini-PC zum Einsatz. Um die strengen Vorgaben des Standorteigentümers zur Stromaufnahme einhalten zu können, wird hier ein MiniITX-System auf 12-V-Basis eingesetzt. Das System ist so aufgebaut, dass es ohne bewegliche Elemente auskommt. Anstelle einer Festplatte ist ein 4-GB-Festspeicher verbaut worden. Das System ist daher sowohl stromsparend als auch erschütterungsfest und geräuschlos. Auf dem System läuft das Linux-Betriebssystem Debian. Darüber hinaus ist das System an das HAMNET angebunden, worüber es fernbedient und mit weiteren Umsetzern verbunden werden kann.
Das Relais verfügt über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung und ist somit auch für einen eventuellen Notfunkbetrieb geeignet.
Hinweis zum 12,5-KHz-Raster
2-m-Relaisstellen erhalten grundsätzlich nur noch eine Zuteilung für Frequenzen im 12,5-KHz-Raster. Der Wunsch nach immer mehr Relais-Frequenzen im engen Spektrum zwischen 145,600 und 145,7875 MHz macht dies erforderlich. Weitere Informationen findet man in einer Information der Relais-Gemeinschaft HB9F. Nachteilig hieran ist, dass der maximale Hub in diesem Raster nicht mehr als 2,8 KHz betragen sollte. Für Benutzer von Transceivern, die für das 25-KHz-Raster ausgelegt wurden, kann das Signal daher mitunter leise wirken.
Wir halten uns sende- und empfangsseitig an die Vorgaben der Bundesnetzagentur und bitten unsere Benutzer, dies im Interesse der benachbarten Umsetzer in Münster (145,700 MHz) und Meppen (145,725 MHz) ebenfalls zu tun. Sofern möglich bitten wir darum, den Sender auf Narrow FM (N-FM bzw. FM-N) umzustellen. Sofern dies nicht möglich ist, muss auf einen nicht zu großen Hub geachtet werden. Zu laute Signale wirken leicht übersteuert, ab ca. 4 KHz auf der Eingabe wird das Signal komplett abgeschnitten und auf der Ausgabe nicht mehr wiedergegeben. Bei Transceivern mit einem moderaten Hub kann es häufig bereits helfen, das Mikrophon weiter vom Mund zu entfernen oder es seitlich zu besprechen. Bei Verstärkermikrophonen kann auch die Reduzierung der Vorverstärkung hilfreich sein. Führt dies nicht zum gewünschten Erfolg und der Spitzen-Hub liegt immernoch zu hoch, muss dieser auf 2,5 bis 3 KHz reduziert und dafür die Mikrophonvorverstärkung deutlich erhöht werden. Der Verstärker darf dabei natürlich nicht übersteuert werden. Wird dies richtig durchgeführt, dann wirkt das Gerät danach nicht leiser, sondern teilweise sogar noch lauter als zuvor, dennoch wird die Bandbreite eingehalten.
Hinweis zu CTCSS-Subtönen
DB0OBK kann optional mit einem CTCSS-Subton von 123 Hz genutzt werden. Liegt für mindestens eine Sekunde ein Subton von 123 Hz auf der Eingabe an, öffnet das Relais auch ohne 1750-Hz-Rufton. Auch ist es so möglich, über den Osnabrücker Umsetzer zu arbeiten, ohne weitere Relais, etwa in den benachbarten Niederlanden oder in Emmerich, zu aktivieren.
Hinweis für Nutzer von Betriebsfunkgeräten
Einige Betriebsfunkgeräte sind weder in der Lage, einen 1750-Hz- oder DTMF-Ton zu erzeugen noch einen Subton aufzumodulieren. In diesem Fall kann das Relais auch mit einem ZVEI1-Selektivruf geöffnet werden. Weitere Informationen erteilt der SysOp.
Relais-Verlinkung
Das Relais kann über das HAMNET mit weiteren Umsetzern verbunden werden. Die Verbindung über 5-GHz-Linkstrecken ist eine völlig neue Möglichkeit, da erstmals Verlinkungen auch ohne den Einsatz des Monitoring-Verfahrens (die Relais müssen sich gegenseitig hören) oder das Internet möglich werden. Das Audio der Eingabe wird dabei in TCP/IP-Datenpakete gepackt (ähnlich wie eine Skype-Verbindung im Internet) und mit einer Latenz von typisch 2..4 ms zum Nachbar-Relais geschickt. Dort werden die Daten wieder in Sprache gewandelt und ausgegeben. Da die Daten kaum komprimiert werden müssen, ist eine Veränderung der Signale nicht feststellbar. Ein Qualitätsverlust tritt praktisch nicht auf.
Derzeit ist eine Verlinkung mit DB0OSN realisiert, die sich bis auf weiteres im Testbetrieb befindet. Über diesen Link wird auch der Rundspruch übertragen. In Zukunft sind Verlinkungen mit weiteren Umsetzern geplant. Gemeinsam mit unseren Partnern der I.A.F. Emsland arbeiten wir derzeit daran, hierfür eine spezielle Platine zu entwickeln und diese bei interessierten Relais einzusetzen. Weitere Informationen hierzu werden wir zu gegebener Zeit gerne veröffentlichen.
Rundspruch auf DB0OBK
Bereits seit Inbetriebnahme des Relais wird Sonntags um 11.00 Uhr Lokalzeit der IAO-Rundspruch ausgestrahlt. DB0OBK ist dabei dasjenige Relais mit den meisten Zuhörern innerhalb aller am Rundspruch beteiligten Umsetzer. Rund 40 (X)YL und OM bestätigen hier Woche für Woche die Aussendungen der Clubstation DL0OSN.
--> Weitere Informationen zum Rundspruch
Betrieb und Wartung
Wie sich mit Sicherheit jeder Benutzer vorstellen kann, sind Bau, Wartung und Betrieb eines Relais eine teure Angelegenheit. Wir sind daher dringend auf Unterstützung angewiesen.
Wer den Betrieb dieser und weiterer automatischer Stationen sicherstellen möchte, sollte uns kontaktieren. Gerne geben wir die Bankverbindungen des VFDB-Ortsverbands Z36 sowie der Interessengemeinschaft Amateurfunk Osnabrück weiter.
Jede Spende leistet einen echten Beitrag zum Erhalt dieser Relaisstelle.



